Historie

Reika wurde als "Maschinenfabrik Reinery" im Jahre 1906 in Hagen-Kabel gegründet. Der Firmengründer und Ingenieur Rudolph Reinery entwickelte und baute mit seinen Konstrukteuren und Mitarbeitern vorwiegend Gewindeschneidmaschinen, die mit von ihm entwickelten Strehlerbackenköpfen bestückt waren. Diese selbstöffnenden Köpfe konnten Rohrgewinde und andere Gewindearten sehr effektiv in nur einem Arbeitshub fertigen. Das Geschäft entwickelte sich so positiv, dass schon in den 20er-Jahren ein eigener Werkzeugbau mit Härterei eröffnet werden konnte. Für zahlreiche Neuentwicklungen wurden internationale Patente erteilt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Werkseinrichtungen demontiert, die Demontage schwächte Reika stark. Ein Neuaufbau wurde notwendig, in dessen Verlauf neue Maschinentypen wie Abstechmaschinen mit rotierendem Werkzeugkopf entwickelt wurden. Nachdem der Firmengründer in den frühen 50er-Jahren verstorben war, gab die Gründerfamilie das Unternehmen in andere Hände. Nun begann die konsequente Weiterentwicklung der Abstechmaschinen, die zunehmend das ursprüngliche Hauptprodukt der Gewindeschneidmaschinen ersetzten.

Bereits Ende der 60er-Jahre setzte die Automatisierung der Abstechmaschinen mit Materialzuführ- und Abführsystemen ein. So kamen die Abstechmaschinen aus dem Werkstatteinsatz auch in Serienproduktionen mit großen Stückzahlen zum Einsatz – und erschlossen damit neue Marktbereiche.

Der Verkauf der Gewindeschneid-maschinen wurde Anfang der 70er-Jahre eingestellt, da inzwischen CNC-Gewinde-schneidma-schinen den Markt beherrsch-ten. Mit den automatischen Abstech- und Abrollanlagen mit verketteten Endenbear-beitungsma-schinen wurde die Weiter-entwicklung im Automobilzulieferbereich konsequent vorangetrieben.

In der Rohrindustrie wurde ein weiterer Markt erschlossen. Reika setzte als erster Werkzeug-maschinenhersteller weltweit Abstechmaschinen mit selbstklemmenden Hartmetallwerkzeugen ein.

Dank der konsequenten Weiterentwicklung von   Beschickungssystemen wie Bandrollgängen oder Hubbalkensstemen konnten komplette Adjustageanlagen mit unterschiedlichen Bearbeitungsmaschinen und Prüfsystemen an die Rohrwerke geliefert werden.

Bereits in den 80er Jahren haben wir automatische Transportsysteme mit mannarmer Bedienung und integrierter Materialverfolgung entwickelt. Sie stellen bis heute eine wichtige Säule unserer Produkte dar.

Ein weiterer wichtiger Produktbereich sind Anlagen für die Gasdruckfeder- und Stoßdämpferbearbeitung, deren erste Typen in den 70er-Jahren entwickelt wurden. Die weitere Orientierung in den internationalen Markt wie insbesondere China und die USA setzte in den 90er-Jahren ein und war gerade im Rohrwerksbereich extrem erfolgreich.

Im Jahre 2004 übernahm die Graebener Group das Hagener Traditionsunternehmen und führt seitdem die konsequente Produktentwicklung erfolgreich weiter. Rollenrichtmaschinen und unsere Ring Saw haben erfolgreich den Markt erobert.

Heute blickt das Unternehmen stolz auf Tausende von ausgelieferten Maschinen und Anlagen zurück, die auf der ganzen Welt einen hervorragenden Ruf genießen.